Eine Langzeitstudie, die Zukunft gestaltet
Mit der IOLA-Studie „Bildung in Vielfalt“ setzen wir einen Meilenstein in der Bildungsforschung.
Ausgangspunkt dieser Langzeitstudie ist eine einfache, aber kraftvolle Überzeugung: Unterschiedliche Menschen benötigen unterschiedliche Bildungswege. Wenn wir Bildung wirklich neu denken möchten, müssen wir Vielfalt nicht nur zulassen, sondern wissenschaftlich verstehen.
Die IOLA-Studie begleitet Kinder ab dem ersten Lebensjahr über viele Jahre hinweg – vom Kindergarten über verschiedene Schulformen bis hin zum Berufseinstieg oder Studienbeginn. Dabei werden unterschiedliche Bildungsmodelle, Lernumgebungen und Bewertungssysteme vergleichbar gemacht und in einem wissenschaftlichen Kontext untersucht.
Im Zentrum stehen Fragen, die unsere Bildungslandschaft nachhaltig prägen können:
Wie wirken sich unterschiedliche Ernährungsformen auf Lernfähigkeit und Wohlbefinden aus?
Welche Rolle spielen Bewegung, Achtsamkeit und Gemeinschaft für die gesunde Entwicklung des Gehirns?
Wie beeinflussen Notensysteme, alternative Bewertungsformen oder Reifegrad-Reflektion® die Motivation und Selbstwirksamkeit junger Menschen?
Die Studie verbindet pädagogische Forschung, neurowissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Perspektiven. Sie berücksichtigt Kinder mit unterschiedlichen Begabungen und Bedürfnissen ebenso wie Familien, Pädagoginnen, Wirtschaft und Politik. Bildung wird nicht isoliert betrachtet, sondern als lebendiges System, das viele Ebenen miteinander verbindet.
Unser Ziel ist es, fundierte Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft zu erarbeiten – auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Die Ergebnisse werden jährlich beim BND Kongress in Graz präsentiert und in den wissenschaftlichen Diskurs eingebracht.
„Bildung in Vielfalt“ ist mehr als eine Studie.
Sie ist eine Einladung, Bildung als Raum für Potenzialentfaltung, Gesundheit, Kreativität und Gemeinschaft zu verstehen – von Beginn des Lebens an.
Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit engagierten Familien, Bildungseinrichtungen, wissenschaftlichen Partnerinnen und Unterstützerinnen zu gehen.
Gerlinde Reicht
Präsidentin
IOLA – Institut für offenes Lernen und Achtsamkeit


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